Tiergestützte Therapie

Seit Ende der 70er Jahre kann von einer weltweiten Forschung auf dem Gebiet der tiergestützten Therapie gesprochen werden. Es ist bekannt, dass Tiere immer häufiger als therapeutische Helfer eingesetzt werden, beispielsweise in der Delphintherapie, als Assistenzhunde für Behinderte, im Besuchsdienst in Schulen und Altenheimen, sowie in Hippotherapie und Heilpädagogischem Voltigieren. In den letzten Jahren haben sich Tiere als sogenannte Co-Therapeuten auch in Österreich etabliert.

„Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Das gilt für körperliche wie für seelische Erkrankungen. Das Therapiepaar Mensch/Tier fungiert hierbei als Einheit. Als therapeutische Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen. Zusätzlich werden auch verschiedenste Techniken aus den Bereichen der Kommunikation und Interaktion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie eingesetzt." (GATTERER Dr., G., 2003) 

Der Kontakt zu anderen Menschen kann durch Tiere nicht ersetzt werden. Dennoch können sie gerade dann eine wichtige Stütze sein, wenn das Vertrauen in andere Menschen nicht mehr gegeben ist. Der Umgang mit Tieren wirkt auf Körper, Geist und Seele, also in allen Belangen bereichernd. Tiere animieren zu Aktivität und Unternehmungslust.

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist oft wertfreier und ehrlicher als die zwischen Mensch und Mensch. Der Kontakt Mensch - Tier ist nicht vorbelastet und lässt ein unkompliziertes Umgehen miteinander zu. Ob Hund, Katze, Kaninchen, oder Pferd - Tiere können zur Lebensfreude von Kindern und Erwachsenen einen erheblichen Beitrag leisten und anregend und bereichernd auf sie einwirken.