Unsere Sichtweisen

Unter Berücksichtigung der Gesamtsituation unserer Klienten begegnen wir jedem einzelnen Menschen mit Wertschätzung, um eine prozessorientierte und wachstumsorientierte Arbeit gewährleisten zu können. Gruppen werden nach integrativen und nicht nach defektorientierten Gesichtspunkten zusammengestellt. Unser humanistisches Menschenbild versteht sich als Verbindung aus heilpädagogischem Ansatz und systemischer Sichtweise:

 

Heilpädagogischer Ansatz:

Unsere pädagogische Aufgabenstellung ist eine integrative, nämlich die der personalen und sozialen Integration.  

 

„Heilpädagogik kann verstanden werden als eine spezialisierte Pädagogik, die von einer Bedrohung durch personale und soziale Desintegration ausgeht, und es im besonderen um die Herstellung oder Wiederherstellung der Bedingungen für eigene Selbstverwirklichung und Zugehörigkeit, für den Erwerb von Kompetenz und Lebenssinn, also um ein Ganz-werden geht, soweit es dazu spezieller Hilfe bedarf.“ (Speck, O.)

 

Systemischer Ansatz:

Jeder Mensch muss als Bestandteil verschiedenster Systeme betrachtet werden (kulturelle, soziale, natürliche Systeme). Mit diesen steht er in ständiger Wechselwirkung, wird von ihnen beeinflusst und wirkt selbst auf sie ein. Jede Änderung in einem Teil des Systems, führt automatisch zu Veränderungen im ganzen System. Das Denken muss also wegführen von einer Defizit-Orientierung, hin zum Verständnis der behinderten Person mit all ihren Stärken und Schwächen! Wir machen uns auf Grund dieser Erkenntnisse im "Sozial-integrativen Voltigieren" das Pferd zur Anbahnung von Beziehungen zunutzen.  

 

Auf Grund seines ganzheitlichen Ansatzes wirkt sich der Einsatz des Pferdes beim „Sozial-integrativen Voltigieren“ entwicklungsfördernd auf seine Klienten aus, muss jedoch als Bestandteil der Gesamtförderung betrachtet werden. Eine Vernetzung von Ärzten, Pädagogen, Krankengymnasten, Reitpädagogen und Familie ist uns daher ein zentrales Anliegen. Das Denken führt hin zu einer Ressource-Orientierung und damit zum Verständnis des Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen!

 

Die Beziehung zur Voltigierpädagogin und dem Partner Pferd prägt den Ablauf jeder Einheit. Das Tier fungiert dabei als „entlastendes Beziehungsmedium“ und bewegt Körper, Geist und Seele unserer Klienten. Wir erkennen im Pferd einen Spiegel für die Gefühle und die Befindlichkeit unserer Klienten, denn das Tier reagiert nicht auf das Sein einer Person, sondern auf ihr Verhalten.